KI-Tools im Vergleich 2026
ChatGPT, Claude, Gemini – welches Tool für welchen Zweck?
Artikel lesen →Von Autocomplete zu autonomen Software-Agenten: Wie Agentic Coding die Entwicklung revolutioniert – und was das für Ihr Unternehmen bedeutet.
Die Softwareentwicklung steht vor einem Paradigmenwechsel. Was mit einfachen Code-Vorschlägen begann, hat sich zu einer neuen Ära der KI-gestützten Softwareentwicklung entwickelt: Agentic Coding. Dabei schreiben KI-Agenten nicht nur einzelne Code-Zeilen, sondern planen, implementieren und testen eigenständig komplexe Software-Features.
Anders als klassische Code-Assistenten wie GitHub Copilot, die auf explizite Eingaben reagieren, arbeiten agentic (handelnde) KI-Systeme proaktiv. Sie verstehen übergeordnete Ziele, zerlegen diese in Teilaufgaben und führen sie selbstständig aus – inklusive Fehlerbehebung, Tests und Dokumentation.
Ein praktisches Beispiel: Statt „Schreibe mir eine Funktion, die..." sagt man: „Implementiere eine Benutzerauthentifizierung mit OAuth2". Der Agent analysiert das Projekt, identifiziert die benötigten Komponenten, schreibt den Code, fügt Tests hinzu und aktualisiert die Dokumentation.
Die großen Sprachmodell-Anbieter haben dedizierte Coding-Agenten entwickelt. Diese können direkt im Terminal oder der IDE arbeiten, haben Zugriff auf das Dateisystem und können Shell-Befehle ausführen. Besonders stark: Das Verständnis für größere Codebases und architekturelle Zusammenhänge.
Spezialisierte IDEs, die KI-First gedacht sind. Sie kombinieren klassische Entwicklungsumgebungen mit tiefgreifender KI-Integration. Features wie „Agent Mode" ermöglichen mehrstufige Aufgaben: Der Agent kann eigenständig recherchieren, Code ändern, bauen und testen – in einer Schleife, bis das Ergebnis stimmt.
Vollautonome Coding-Agenten, die als „KI-Softwareentwickler" vermarktet werden. Sie können komplette Issues bearbeiten, Pull Requests erstellen und mit bestehenden Development-Workflows interagieren. Open-Source-Projekte wie OpenDevin demokratisieren diese Technologie.
Bei Seele Consulting nutzen wir Agentic Coding bereits produktiv. Ein konkretes Beispiel: Die Erstellung neuer Service-Landingpages für unsere Website. Der Ablauf:
Was früher einen halben Tag dauerte, ist in unter 10 Minuten erledigt – bei konsistenter Qualität.
Prototypen und MVPs entstehen in Stunden statt Wochen. Gerade für mittelständische Unternehmen, die mit begrenzten Entwicklerressourcen arbeiten, ein enormer Vorteil.
Fachkräfte ohne tiefe Programmierkenntnisse können mit KI-Unterstützung eigene Tools und Automatisierungen erstellen. Der „Citizen Developer" wird Realität.
Entwickler werden zu Architekten. Anstatt jede Zeile selbst zu schreiben, definieren sie Strukturen, prüfen Ergebnisse und konzentrieren sich auf die wirklich schwierigen Probleme.
Trotz aller Begeisterung gibt es wichtige Einschränkungen:
Agentic Coding ersetzt keine Entwickler – es macht sie produktiver. Die Technologie ist reif für den Unternehmenseinsatz, erfordert aber kluge Integration und realistische Erwartungen. Wer jetzt einsteigt, verschafft sich einen echten Wettbewerbsvorteil.
Lernen Sie in einem Praxis-Workshop, wie Sie KI-Agenten für Ihre Entwicklungsprojekte einsetzen können.
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